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Nein zur Angst, JA zur PANIK!Verfasst von ts am Di, 02/03/2010 - 22:36.*** JA, PANIK! (Berlin / Wien) + PEER (Berlin) + PLAY AND REWIND (Berlin / Münster / Osnabrück) / Samstag, 06. März 2010 @ Gleis 22 * Einlass: 20.30 Uhr, Beginn: 21.00 Uhr * VVK: 9,- Euro / AK: 12,- Euro (inkl. "Infectious Grooves"-Party im Anschluss) *** Bereits im "Gleis" gesehen und für (mehr als) gut befunden: JA, PANIK! aus der österreichischen Hauptstadt ("Wien, du bist ein Taschenmesser") erinnern zwar in ihrem intellektuell-linksradikalen Diskurs / Duktus an bands der Hamburger Schule wie BLUMFELD / JOCHEN DISTELMEYER, DIE GOLDENEN ZITONEN, DIE STERNE und TOCOTRONIC, stagnieren aber nicht etwa wie die zuvor genannten auf allerhöchstem Niveau, sondern haben längst die nächste Stufe auf ihrem unaufhaltsamen Weg zum deutschsprachigen Popmusik-Olymp erklommen: "Die beste band des gesamten deutschsprachigen Raums" (Gleis 22), fürwahr: Das ist keine Übertreibung, sondern vielmehr nüchterne Analyse. Doch ansonsten ist "alles hin, hin, hin", weil: "Alles Geld, alles Angst". So überzeugend angewidert war selten eine band, die textlich noch dazu zwischen Englisch und Deutsch derart gekonnt oszilliert ("Bitte oszillieren Sie!", TOCOTRONIC), als habe man es hier bloß mit regionalen Dialekten zu tun: THOMAS BERNHARDsche Misanthropie trifft auf schmerzhaft genau ausformulierte Systemkritik trifft auf nervös-hibbeligen und doch zugleich musikalisch ausdifferenzierten post punk, bei dem insbesondere das ansonsten eher selten dominante Piano, respektive keyboard, positiv zu vermerken ist. JA, PANIK!s Musik ist nicht nur diesbezüglich "mehr als die Summe der einzelnen Teile" (KANTE). JA, PANIK! sind jetzt schon Österreichs beste band aller Zeiten, und wenn die so weiter machen, sind sie es bald und für immer für den gesamten deutschsprachigen Raum. Jedes ihrer Lieder ist ein Manifest: Gegen die Gier, gegen das Geld, gegen den nur scheinbar unwiederbringlichen ERSATZ (Heidegger) von Demokratie / Phantasie / Poesie durch Ökonomie - etwas wohltuend Intelligenteres gibt es derzeit in der deutschsprachigen Popmusik, abseits der oben genannten Hamburger Szenegrößen nicht. Please welcome, from Vienna, Austria: Das unfasslich herausragende Quintett JA, PANIK! (Plus zwei weitere hörenswerte hiesige indie rock acts!) ::: Links ::: - http://ja-panik.com - http://www.peerband.de - http://www.myspace.com/playrewind |









